Passiv verwaltete ETFs sollen den jeweiligen Markt nach- und abbilden. Unter dieser Prämisse ist eine Outperformance der Benchmark unwahrscheinlich, da dies ein aktives Management (und eine höhere Risikobereitschaft) voraussetzen würde. Insofern eignen sich ETFs nicht, wenn Investoren das Ziel haben, mit ihren Investitionen eine bessere Wertentwicklung als der Markt, in den Sie investieren, zu erzielen.

Auch für Investoren, die sich eigenständig um Anlagen und Anlageentscheidungen kümmern, bieten ETF-Anlagen keine optimale Anlagealternativen. Individuelle Anlageentscheidungen und eine permanente Überwachung und Umschichtung entfallen, die Einflussnahme des Investors auf die Anlage ist nach der Investitionsentscheidung aufgrund der Struktur von ETFs gering.

Risiken durch Swap-Geschäfte

Bei einigen ETFs besteht ein Kontrahentenrisiko, abhängig davon, welche Replikationsmethode genutzt wird, um den Index nachzubilden.

Denn einige ETFs benutzen hierfür Swapgeschäfte mit Banken, anstatt alle Aktien des Referenzindex zu kaufen. Die Bank garantiert dem ETF dabei die Wertentwicklung des Index, während die Bank im Gegenzug vom ETF die Wertentwicklung des Wertpapierkorbes erhält, aus dem der ETF tatsächlich besteht. Der Nachteil bei dieser Replikationsmethode besteht darin, dass der Swap-Partner, hier die Bank, zahlungsunfähig werden und dadurch ihren Teil der Vereinbarung nicht mehr einhalten könnte. In diesem Fall wäre ein Teil des Fondsvermögens gefährdet. In der Praxis ist dieses Risiko jedoch sehr gering, da der Anteil an Swap-Geschäften gesetzlich auf 10 Prozent des Fondsvermögens begrenzt ist und das Geschäft außerdem mit zusätzlichen Sicherheiten hinterlegt wird.

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